Sören Bauer ist nur ein Beispiel für die mannschaftliche Geschlossenheit, die das Jungenteam des Volleyball-Verbandes vor allem im letzten Spiel des 1. VVSA-Cups vor allem heute ausgestrahlt hat.
Plötzlich war die Körpersprache eine ganz andere, eine positive nämlich, plötzlich wurde kein Ball mehr verloren gegeben. „Das Team hat sich super gesteigert“, schätzte dann auch Trainer Michael Frost ein. Gestern musste er noch ziemlich hadern mit dem Auftritt seiner Schützlinge. „Einige waren nach den Ferien erst seit einer Woche im Training ihrer Vereine“, erklärte er. Einige wohl noch gar nicht. Sören Bauer jedenfalls, der bei der SG Lindau trainiert, hat den Volleyball erst seit etwa einem Jahr für sich entdeckt. Doch seitdem macht der Gehrdener große Sprünge in seiner Leistungsentwicklung. Natürlich sieht Frost noch viel Potenzial nach oben, aber vor allem in den Aufschlägen „hat er sich verbessert“. So waren bis vor einigen Wochen viele „Geschenke“ dabei, doch am vergangenen Wochenende „hat er einige Asse geschlagen“, freute sich sein Trainer. Mit diesen trug er zu einer Mannschaftsleistung bei, die ihren Höhepunkt im abschließenden Spiel gegen die Auswahl aus Sachsen erreichte. Zunächst verschlief das VVSA-Team zwar den Start, lag zwischenzeitlich mit 0:5 und 4:11 zurück, doch es kämpfte sich zurück und zog dem Kontrahenten, der noch Chancen auf den Turniererfolg hatte, vor allem in der Abwehr und der Angriffssicherung den Zahn – 2:0. Am Ende bedeutete dies den Sprung auf Platz vier. „Das ist gar nicht so schlecht“, schaute Frost optimistisch nach vorn. Schließlich war es das erste Turnier für das neu formierte Team. „Es war schön, dass wir das Turnier mit einem positiven Gefühl abgeschlossen haben.“
Das gleiche galt für die Mädchen. Sie wussten allerdings bereits in der Vorrunde zu überzeugen. Die Siege gegen Bremen, Schleswig-Holstein, die Startgemeinschaft Schönebeck/Staßfurt und Thüringen bedeuteten Rang drei. Damit spielten die Schützlinge von Landestrainerin Berit Malchau heute um den Turniersieg mit – gegen Niedersachsen und die SG Schönebeck/Staßfurt. „Viel Druck“ forderte Malchau, sowohl im Aufschlag als auch im Angriff. Natürlich bedeutete dies ein hohes Risiko, es waren einige Fehler dabei, aber auch starke Serien, wie beispielsweise die sechs Aufschläge in Folge von Nicole Bade im letzten Spiel. Zu einem 1:1-Unentschieden gegen Schönebeck/Staßfurt hatte sich das Team somit gekämpft, nachdem es zuvor gegen den Turniersieger aus Niedersachsen mit 0:2 das Nachsehen hatte. „In diesem Spiel haben wir streckenweise gut mitgehalten, wurden im Angriff für unser Risiko belohnt. Ich bin sehr zufrieden mit den Auftritten“, lobte schließlich auch die Trainerin, der die Freude darüber anzusehen war. Das gleiche galt für ihre Spielerinnen, bei denen sich der zweite Platz in den strahlenden Gesichtern widerspiegelte.
Frank Nahrstedt
Jugend-Pressewart
Ergebnisse
Jungen (Hin- und Rückrunde)
VVSA – Bremen 1:2 (22:25, 25:23, 11:15) / 2:0
Sachsen – Bitterfeld 2:1 (17:25, 25:18, 15:11) / 0:2
Bremen – Bitterfeld 0:2 (9:25, 18:25) / 0:2
Genthin – Sachsen 1:2 (7:25, 25:14, 6:15) / 1:2
Genthin – VVSA 2:0 (26:24, 25:16) / 2:0
Bremen – Sachsen 0:2 (11:25, 20:25) / 0:2
VVSA – Sachsen 0:2 (17:25, 18:25) / 2:0
Bitterfeld – VVSA 2:1 (23:25, 25:18, 15:13) / 2:1
Bremen – Genthin 1:2 (14:25, 25:14, 11:15) / 0:2
Bitterfeld – Genthin 2:0 (25:14, 25:18) / 2:0
Mädchen
Vorrunde
VVSA – Bremen 2:0 (25:18, 25:12)
Schleswig-Holstein – Niedersachsen 0:2 (7:25, 15:25)
Thüringen – Schönebeck/Staßfurt 1:2 (17:25, 25:21, 11:15)
VVSA – Schleswig-Holstein 2:0 (25:17, 25:22)
Schleswig-Holstein – Schönebeck/Staßfurt 0:2 (13:25, 21:25)
Niedersachsen – Thüringen 2:0 ( 25:11, 25:8)
Bremen – Schleswig-Holstein 2:0 (25:21, 25:15)
Niedersachsen – Schönebeck/Staßfurt 1:2 (25:10, 20:25, 11:15)
VVSA – Thüringen 2:1 (16:25, 25:18, 17:15)
Schönebeck/Staßfurt – Bremen 2:0 (25:23, 25:18)
VVSA – Niedersachsen 0:2 (16:25, 12:25)
Bremen – Thüringen 0:2 (24:26, 19:25)
Bremen – Niedersachsen 0:2 (16:25, 11:25)
Schleswig-Holstein – Thüringen 1:2 (24:26, 25:19, 8:15)
VVSA – Schönebeck/Staßfurt 2:1 (25:17, 23:25, 15:11)
Endrunden
Plätze 1 bis 3
Niedersachsen – Schönebeck/Staßfurt 2:0 (25:17, 25:10)
Niedersachsen – VVSA 2:0 (25:17, 25:21)
VVSA – Schönebeck/Staßfurt 1:1 (22:25, 25:17)
Plätze 4 bis 6
Bremen – Schleswig-Holstein 2:0 (25:22, 25:22)
Thüringen – Schleswig-Holstein 2:0 (25:16, 25:18)
Thüringen – Bremen 1:1
Endstand Jungen: 1. VC Bitterfeld-Wolfen, 2. Sachsen, 3. Genthinder VV, 4. VVSA, 5. Bremen
Endstand Mädchen: 1. Niedersachsen, 2. VVSA, 3. SG Schönebeck/Staßfurt, 4. Thüringen, 5. Bremen, 6. Schleswig-Holstein

















